Gespräch mit Forbúri Paris: eine Vision müheloser Eleganz

Entstanden als Antwort auf eine von Trends geprägte Modewelt, entwickelt die Marke eine sensible, nachhaltige und zutiefst persönliche Garderobe – in der jedes Stück von Zeit und Geste geprägt ist.

An der Schnittstelle zwischen Paris und Südfrankreich, zwischen Struktur und Fluidität, Forbúri eine andere Zeitlichkeit: die eines diskreten, instinktiven, fast stillen Luxus.

Gespräch mit Nivya Thattandi Manickam & Arjun Madhavan, Gründer und künstlerische Leiter von Forbúri Paris , einer Marke, die das Wesentliche neu definiert.

Wenn Forbúri Paris eine Sensation, ein Moment oder ein Bild wäre, was wäre es?

Nivya und Arjun: Wenn Forbúri Paris eine Sensation wäre, dann wäre es jenes goldene Licht kurz vor Sonnenuntergang in Paris, jener Moment, in dem die Stadt langsamer zu werden scheint, schwebend zwischen Ruhe und Möglichkeiten.

Es ist auch ein Gefühl: das einer kühlen Sommerbrise oder das Gefühl, den Durst mit frischem Orangensaft zu stillen.

Forbúri vermittelt ein Selbstbewusstsein, das keiner Ankündigung bedarf. Es ist kein Trend, sondern die Kunst, mühelose Eleganz zu schätzen.

Kurz gesagt: frisch, mühelos und gehoben.

Oft beginnt alles mit einer Absicht. Was war der Auslöser?

Nivya: Die Idee Forbúri entstand aus einem persönlichen Bedürfnis. Ich liebe Mode, aber ich suchte nach Stücken, die sowohl einzigartig als auch zeitlos, elegant und gleichzeitig unkompliziert waren.

Kleidung, die sowohl auffällig als auch schlicht getragen werden kann und dabei dennoch ihre Präsenz behält.

Mein Mann, der im Einkauf und in der Produktion arbeitet, und ich wurden uns ebenfalls der Realität der Textilherstellung bewusst. Wir wollten etwas Durchdachtes, Nachhaltiges und Langlebiges schaffen.

So entstand Forbúri

Sie lassen sich sowohl von Südfrankreich als auch vom Pariser Flair inspirieren. Wie treffen diese beiden Welten aufeinander?

Nivya und Arjun: Als Pariser Marke gehören Struktur und Eleganz selbstverständlich zu unserer Identität. Paris liefert uns klare, minimalistische Linien und eine Form unaufdringlicher Raffinesse.

Für unsere erste Kollektion hat die Côte d’Azur die emotionale Atmosphäre maßgeblich geprägt. Die Bewegung des türkisfarbenen Meeres, die sonnenbeschienenen Fassaden, die Wärme des Sandes…

All dies spiegelt sich in den Silhouetten, in der Bewegung der Stoffe, in den beruhigenden Farbpaletten und in den beinahe architektonischen Linien wider.

Über die Ästhetik hinaus vermittelt der Süden auch eine Philosophie: eine Form müheloser Eleganz, ein Gleichgewicht zwischen Lässigkeit und Raffinesse.

Forbúri positioniert sich jenseits von Trends. Welche Botschaft möchten Sie denjenigen vermitteln, die Ihre Stücke tragen?

Nivya: Vor allem möchte ich ein Gefühl der Zugehörigkeit vermitteln, als wäre jedes einzelne Stück speziell für die Person entworfen worden, die es trägt.

Mir ist vor allem wichtig, dass sie sich wohl und entspannt fühlt. Eine ruhige, natürliche Zuversicht, die aus müheloser Eleganz entsteht.

Hinzu kommt eine tiefere Befriedigung: die, ein langlebiges Kleidungsstück zu tragen, das sorgfältig durchdacht und auf Langlebigkeit ausgelegt ist.

Ihre Silhouetten sind minimalistisch, aber mit unerwarteten Details versehen. Welche Rolle spielen diese?

Nivya und Arjun: Die unerwarteten Details sind absichtliche Unterbrechungen.

Eine dezente Naht, ein präziser Schnitt, eine Variation in der Textur… das sind unaufdringliche Elemente, die zum zweiten Hinsehen einladen.

Sie verhindern, dass das Kleidungsstück austauschbar wirkt und verleihen ihm Persönlichkeit.

Es sind diese Details, durch die wir unsere Geschichte erzählen, ohne Übertreibung – wo Minimalismus einprägsam wird.

Sie erwähnen oft ein entschleunigtes Leben. Wie beeinflusst diese Philosophie Ihre Arbeit?

Nivya und Arjun: Unsere Kollektionen entstehen nicht in Eile, und wir streben keine Massenproduktion an.

Wir bevorzugen einen durchdachten Ansatz: weniger Teile, dafür aber besser konstruiert.

Nachhaltigkeit und Langlebigkeit stehen im Mittelpunkt unseres Prozesses, nicht Geschwindigkeit oder Volumen.

Forbúri schafft einen Dialog zwischen Frankreich und Indien. Was möchten Sie durch diese Verbindung zum Ausdruck bringen?

Nivya und Arjun: Jenseits der Mode möchten wir Harmonie zum Ausdruck bringen. Die Idee, dass zwei Kulturen, selbst unterschiedliche, in Balance koexistieren können.

Frankreich steht für Struktur, Zurückhaltung und unaufdringliche Eleganz. Indien hingegen für einen reichen Erfahrungsschatz, herausragende Handwerkskunst und eine starke emotionale Dimension.

Mit diesem Dialog wollen wir zeigen, dass Eleganz eine Geschichte erzählen kann und dass Know-how keine Grenzen kennt.

Forbúri Paris verkörpert eine stille Wahrheit: die einer Eleganz, die nicht länger dem Trend folgen will, sondern einfach nur Bestand hat.

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