New Yorker Fashion Week Herbst/Winter: Die Beauty- und Make-up-Trends, die man sich merken sollte
In dieser Saison sucht Schönheit nicht nach Anerkennung. Sie fordert Aufmerksamkeit.
Auf den Laufstegen der New Yorker Fashion Week Herbst/Winter prägten strukturierte Silhouetten, hautenges Leder, skulpturale Kostüme und markante Schultern eine kontrollierte Weiblichkeit. Entsprechend folgt auch das Make-up für Herbst/Winter diesem strengen Ansatz: präzise, grafisch, bewusst.
Glamour wird intellektueller. Kontrollierter. Mächtiger.
Teint: ein raffiniertes, mattes Finish oder eine kontrollierte Ausstrahlung
Der große Beauty-Trend der New Yorker Fashion Week? Haut, die wie ein Couture-Material behandelt wird.
Vor architektonischen Silhouetten oder auffälligen Mustern wirkt der Teint matt, samtig, fast pudrig. Die Foundation gleicht den Hautton aus, ohne ihn maskenhaft wirken zu lassen. Das Gesicht wird dezent modelliert: unsichtbares Contouring, sanft verblendetes Rouge und gezieltes Licht.
Im Gegensatz dazu erfordern Looks aus schwarzem Leder oder strukturierten Bustiers ein dezentes, kontrolliertes Schimmern. Ein präziser Highlighter auf den Wangenknochen, dem Nasenrücken und dem inneren Augenwinkel. Nichts Übermäßiges – nur ein subtiles, kontrolliertes Licht
Quelle: Tagwalk, von links nach rechts, FW26-Shows: Carolina Herrera und Tory Burch
Vanity Edit Tipp:
Tragen Sie Ihre Foundation in dünnen Schichten auf. Verwenden Sie dafür einen dichten Pinsel und tupfen Sie die Foundation anschließend mit einem angefeuchteten Schwamm ein, um sie nahtlos mit Ihrer Haut zu verblenden. Der Schlüssel zu einem makellosen Teint liegt im Unmerklichen.
Der Look: grafischer Eyeliner und Couture-Smokey-Make-up
Die Augen prägen die Herbst-/Wintersaison. Der Lidstrich wird klar, verlängert und fast architektonisch anmutend getragen. Eine präzise Linie, die das Gesicht strukturiert und das Auge optisch streckt. Bei minimalistischen oder taillierten Silhouetten wird diese Linie zu einem subtilen Statement.
Im Gegensatz dazu dominieren braune, taupefarbene oder anthrazitfarbene Smokey Eyes eher urbane Looks. Das Produkt ist diffus und dennoch deckend, wodurch Tiefe und Intensität erzeugt werden, ohne dass der Look übertrieben wirkt.
Die Augenbrauen sind nach oben gebürstet, gepflegt, aber nicht steif. Die Wimpern sind definiert, nie dramatisch.
Quelle: Tagwalk, oben von links nach rechts: FW26 Sergio Hudson, Laquan Smith; unten von links nach rechts: FW26 7 For All Mankind
Vanity Edit Tipp:
Für einen perfekt symmetrischen Lidstrich ziehen Sie zuerst den äußeren Augenwinkel entlang der natürlichen Linie Ihres unteren Augenlids. Verbinden Sie die Linien dann nach innen und achten Sie darauf, dass die Spitze so dünn wie möglich ist. Präzision macht den Unterschied.
Lippen: ein eleganter Nude-Ton oder das charakteristische Rot
Bei den Lippen-Make-up-Trends, die in New York gesichtet wurden, dominieren zwei Richtungen.
Der rosige Beige-Nude-Ton mit seinem dezenten Satin-Finish gleicht einen intensiven Blick aus und kreiert einen eleganten, fast mühelosen Look. Er verleiht einem strukturierten Make-up-Look sofort einen modernen Touch.
Im Gegensatz dazu setzt ein tiefes Rot – Burgunderrot, Karminrot, warmes Braun – ein Statement. Gezielt eingesetzt, verleiht es selbst den markantesten Silhouetten eine filmische Dimension.
Das Finish bleibt elegant: weder zu matt noch zu glänzend.
Quelle: Tagwalk, von oben nach unten: FW26 Five to Seven und FW26 Bronx & Co. Laufstegshows
Vanity Edit Tipp:
Definieren Sie Ihre Lippenkontur stets mit einem Lippenstift in einem ähnlichen Farbton nach und verwischen Sie ihn leicht zur Mitte hin. Tragen Sie anschließend den Lippenstift mit einem Pinsel auf, um die Farbintensität zu regulieren. Tupfen Sie Ihre Lippen mit einem dünnen Kosmetiktuch ab und tragen Sie für längeren Halt eine zweite Schicht auf.
Haare: glatt oder natürlich gestylt
Haare: glatt oder natürlich gestylt. Die Frisuren der New Yorker Fashion Week Herbst/Winter folgen demselben Prinzip von Spannung und Kontrast.
Zurückgekämmtes Haar, sauberer Scheitel, ultra-glatter, tiefsitzender Verschluss: Der Effekt ist raffiniert, fast streng – ideal zu einem eleganten Anzug oder einer Couture-Silhouette.
Im Gegensatz dazu mildern locker fallende, leicht strukturierte Längen die strengen Linien. Die Bewegung schafft Balance und verleiht dem Look eine moderne Note.
Quelle: Tagwalk (von links nach rechts), FW26 Fashion Shows, Sergio Hudson, Tory Burch, Carolina Herrera, 7 For All Mankind
Vanity Edit Tipp:
Für ein makelloses, geschmeidiges Ergebnis eine kleine Menge Serum in das leicht feuchte Haar einarbeiten, mit einem feinzinkigen Kamm scheiteln und anschließend mit einer flachen Bürste und einem Luftstoß kühler Luft fixieren. Der Glanz sollte elegant und niemals steif wirken.
Die diesjährige Herbst-/Wintersaison in New York offenbart eine Weiterentwicklung des Glamours. Weniger dekorativ, strategischer, strukturierter.
Das Make-up wird zur Erweiterung der Schneiderkunst, zur Fortsetzung des Schnitts, zur Reaktion auf die Materialien – Leder, Wolle, Satin. Es will nicht verführen, sondern behaupten.